03 Juli 2009
02 Juli 2009
Aşırı sıcaklar nerede?
Alle stöhnen über die unerträgliche Hitze - mh. Welche Hitze?
Ich wollte ja jetzt auch nicht gerne meinen kühlen Souterrain-Arbeitsraum gegen einen Job im Straßenbau tauschen, aber ganz ehrlich - 28-31 Grad sind unerträgliche Hitze? Das ist doch tolles, stinknormales Sommerferien-Badeseewetter! Man braucht Nachts sogar noch Bettdecken!
Meine Güte, da fahrt ihr alle nach Malle oder in die Türkei - siehe Titel - und da sind 40 Grad im Schatten und ihr überlebt das doch auch.
Manchmal finde ich das so typisch deutsch - bei 20 Grad jammern alle "Oh, die Kälte, wo bleibt der Sommer, droht eine neue Eiszeit?", und bei 25 Grad geht das Gejaule los "Uhhh, die Hitze, schrecklich, Klimakollaps!"
Leute, relaaaaxed doch mal ein bisschen...
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Bodecea
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09:29
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30 Juni 2009
Wild und böse
Ich befasse mich in den letzten Wochen schattenarbeitstechnisch mit ein paar Anteilen von mir, die ich zu effektiv als unproduktiv, gefährlich und dysfunktional in den Keller geschickt habe. Ich wollte buddhistisch gelassen sein, keine olle Gewitterhexe. Die olle Gewitterhexe in mir traktierte mich daraufhin so effektiv mit Rückenschmerzen, Schreibblockaden, säuerlicher Miene und Angstzuständen, dass ich mich bei ihr entschuldigt habe und sie wieder nach oben in die schöneren Gemächer meiner Psyche eingeladen habe.
Parallel dazu habe ich - seit langem mal wieder - ein bisschen ethnobotanische Forschung betrieben. Über das Level "Ich bin 17 und nehm mal von allem, von dem ich gehört habe, es könnte knallen, so viel, bis ich umfalle" bin ich ja lange hinaus; ich probier lieber mal minimale Mengen einer Pflanze weit unterhalb einer deutlichen Wirkungsgrenze und schau, was dann mit mir passiert.
Nachdem hier überraschend eine Bilsenkrautpflanze aus dem letzten Jahr nachgetrieben hat, verlockte es mich vor ein-zwei Wochen, sie mal zu probieren. Ich rauche seit dem Abends sehr, sehr kleine Mengen davon. Ja, ich weiß um die Gefährlichkeit von Nachtschattendrogen, ich befasse mich schon lange damit, aber ich weiß auch, dass ein winziger Fitzel Bilsenkrautblatt mir nicht schadet.
Ich habe überraschenderweise eine deutliche Empfindung von dem, was man vielleicht Pflanzengeist des Bilsenkrautes nennen kann. Und es ist, wie ich finde, überraschend positiv, freundlich. Auch dunkel, gefährlich, aber dabei wohlwollend. Eine nette böse Hexe, verführerische Dame der Nacht (aber lange nicht so brutal gefährlich wie die Tollkirsche, die ich kürzlich auf einem Spaziergang gesehen habe, mit den schwarzen "Iss mich"-Früchten... von der halte ich mich fern!)
Zufällig nahm Wirrlicht gestern mein Kräuterkundebuch von Storl zur Hand, und als ich darin blättere, lese ich überrascht ein Fallbeispiel von einem überangepassten, viel zu braven Mann, dem Storl gegen sein Asthma Stechapfel gibt, gut wäre aber auch Bilsenkraut gewesen, was er nur gerade nicht zur Hand hatte, denn:
"Er brauchte etwas Wildes, etwas Chaotisierendes - etwas vom Diabolos, damit er wieder ganz werden konnte, was wäre da besser als ein zünftiges Hexenkraut, ein Nachtschattengewächs, etwa das Bilsenkraut?"
Passt doch wie die Faust aufs Auge...
Aber noch mal zur Klarstellung - liebe Leser, lasst die Finger von Nachtschattendrogen. Berauschende und tödliche Dosen schwanken von Pflanze zu Pflanze und liegen nah bei einander, und bei entsprechender Disposition können sie schnell Herzversagen auslösen.
Und wenn ihr es doch tut, dann bitteschön auf eigene Verantwortung.
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Bodecea
um
11:29
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26 Juni 2009
Meine Mutter schenkte mir vor Jahren mal ein langes, enges, dunkelblaues Kleid mit weißen Bündchen.
Ich habe es, da es nur Größe 42/44 war, nie getragen (-> Presswurst!), aber nun bin ich ja rank und schlank uns kann es tragen....
Aber was passiert jedesmal mit mir, wenn ich am Spiegel vorbeikomme?
Das hier!
Übrigens - das erste Nicht-Kinder-Lied in meinem Leben, an das ich mich erinenrn kann, ist dieses hier.
Cia...
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Bodecea
um
11:18
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25 Juni 2009
Liebe christliche Missionare...
... ich weiß: ihr glaubt, dass Gott will, dass ihr Menschen leicht naive Bekehrungsblättchen in den Briefkasten werft, die mal (Zuckerbrot) mit dem Himmel locken, dann (Peitsche) mit der Hölle drohen. Finde ich auch nicht weiter störend.
Aber langsam habe ich den Eindruck, dass euer Interesse an den zu bekehrenden Schäfchen nicht sooo groß ist. Kann das sein? Denkt ihr vielleicht bei jeder Broschüre: "Bingo, wieder ein Punkt in der Himmelskasse, ist doch egal, was drin steht, Hauptsache, es ist vom Missionswerk Heukel Wernerbach."
Oder wie sonst soll ich mir erklären, dass ich trotz Doktortitels am Klingelschild ein "Kein-Sex-vor-der-Ehe"-Heftchen bekomme, das auf 15 bis 18jährige zugeschnitten ist?
Obwohl, als dieses Heftchen rauskam, war ich noch in dem Alter... *vierstellige Postleitzahl anseh* bzw. noch viel jünger... *Siebzigerjahre-Design betracht* ... wenn ich denn schon geboren war...
Jetzt mal ehrlich - wen wollt ihr mit einem ollen gammeligen Botschaften à la "Vorsicht vor aufpeitschender Beatmusik und verderbten Schlagertexten" heute erreichen?
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Bodecea
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09:17
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24 Juni 2009
Sterne, Freundschaft, Moleskine
Freunde waren zu Besuch, udn ich hatte plötzlich das ganz dringende, starke Bedürfnis, etwas in mein Moleskine* zu schreiben, und zwar so etwas ähnliches wie das:
Freundschaften sind wie die Sterne am Himmel über einem, wenn man in einer Sommernacht draußen auf einer Wiese liegt und empor schaut; es ist tröstlich, zu wissen, das sie da sind, aber man kann nicht die Hand ausstrecken und sie berühren.
*Das mir im Wachleben Kalandra mal schenkte und das bald voll ist und von dem ich DRINGEND ein neues brauche, denn das ist mein Notiz-, Spiri-, Kreativ- und Tagebuch in einem; aber die sind so teuer, wie sie gut sind**!
** Hah, bei Amazon sind sie grade im Angebot für 9,99 €- gleich eines bestellt!
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Bodecea
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11:19
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23 Juni 2009
Federmoor
Gib Rat, Wald, denke ich, nehme aus dem Gebamsel an meinem Rückspiegel eine etwas zerfledderte Krähenfeder und gehe los, an den kleinen See. Nach wenigen Metern finde ich eine ganz ähnliche Feder, aber sie glitzert etwas metallisch - Elster? Elstern, die sich als Krähen ausgeben und mich foppen; das habe ich schon mal in einer Trancereise erlebt.
Ich gehe den Bach entlang, der im kleinen See mündet, er ist modrig, kein schöner Ort. Tot sieht es hier aus, unheimlich. Aber als ich in den Morast sehe, wimmelt es darin von Leben. Babykröten, Kaulquappen.
Ich lasse die Krähenfeder da im Sumpf, aber nehme die Elsterfeder mit heim.
Austausch.
Es raschelt, Schritte und Atmen, Krähenrufe. Der Wind bewegt die Wipfel über mir, doch unten im Wald bleibt es windstill.
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Bodecea
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16:49
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