26 Februar 2013

Here comes the sun?

Oder auch doch nicht. Nur 100 Stunden Sonne gab es diesen Winter, das ist pro Monat so viel wie in 2-3 schönen Sommertagen. Kein Wunder, dass ich immer langsamer werde, träger, verfressener, eigenbrötlerischer und bei jedem Sonnenstrahl hinausrenne.


Food-Content: Ich esse seit einiger Zeit gerne Rote Bete. Ich verwende (aus Faulheit) oft die fertig gegarte aus dem Plastikbeutel, die es in jedem Supermarkt gibt. Gut in Erdnussöl und einem Hauch Honig angebraten eine Delikatesse (finde ich). Ich hatte jahrzehntelang Ekel vor Roter Bete, weil ich nur die sauer eingelegte aus dem Glas kannte und verabscheute  Aber sie schmeckt roh und frisch oder auch gebraten oder gekocht als Mischgemüse sehr lecker, halt etwas erdig.



Gedanken: Je älter ich werde (das müsst ihr 2013 sicher oft lesen, ich werde Ende des Jahres 40), desto banaler erscheint mir das Große. Ganz egal, ob es um große Theorien geht, die großen Gedanken der Philosophen, Religionen, politischen Theoretiker, soziologischen Theorien, die ganz großen Gefühle, große Künstler, die "Wahrheit" (TM). Nicht, dass ich besondere Leitungen oder Erfahrungen abwerten will, aber vieles, was so staatstragend daherkommt, erscheint mir doch auf den zweiten Blick überraschend einfach gestrickt, ernüchternd normal oder sogar dumm. Dagegen schätze und achte ich immer mehr das Alltägliche und ärgere mich über Menschen, die sich zu weit abgehoben fühlen für das Allzumenschliche. Es ist ja schön, wenn irgendein Nerd in seinem Keller die philosophische Erklärung für das Leben, das Universum und den ganzen Rest zusammenbastelt. Aber ein engagierter Trainer im Sportverein, eine engagierte Ortsvorsteherin für eine 200-Seelen-Gemeinde, ein naturliebender Förster tut in meinen Augen mehr für die Welt.

7 Kommentare:

planet112 hat gesagt…

lustig, genau darüber hab ich mir gestern und heute auch gedanken gemacht. die abgehobenheit mancher lehren und theorien erscheint mir gegenüber manchen stillen leistungen von menschen im alltag – oder gegenüber einfach und direkt gelebter menschlichkeit – seltsam banal. das hochgelobte spirituelle, heilige und geistige … ist manchmal "mache".

lg anne

Nenya hat gesagt…

Deine rote Beete sieht aber auch sehr lecker aus! Das ist übrigens das einzige mir bekannte Gemüse was ich nicht mag, ich gestehe aber das ich bisher auch nur immer die sauer eingelegte probiert habe. Bei Bookcrossing ist eine die hat einen ganzen Blog für rote Beete und da habe ich schon oft dran gedacht das ich ihr unbedingt nochmal eine Chance geben muß. Gut das du erwähnst das es dir vorher ähnlich ging!

Ja, die Helden des Alltags sind großartig. Meine Truppe hier im ist Ort ist gemeinsam auch eine Superhelden-Truppe, leider denkt man aber ganz oft: es ist noch nicht genug, wir müssen mehr erreichen, aber wenn ich dann wie jetzt wieder das aktuelle Jahresversammlungsprotokoll schreibe sehe ich wieder wieviel wir auhc letztes Jahr wieder zusammen gemacht haben und das ist dann auch für das eigene Ego richtig toll!

Dir weiterhin viel Spaß beim entdecken deiner Alltagshelden :)

Alruna )O( hat gesagt…

Die fertig gegarten kaufe ich auch gerne - nicht nur bequem, man spart sich auch die roten Finger danach :-)

Beltane hat gesagt…

Ach ist das schön! Wir haben absolut 2 wichtige Dinge gemeinsam:
Wir lieben zur Zeit rote Beete - und wir werden Ende des Jahres 40!
Ist das nicht Hammer?

Ganz herzliche Grüße schickt Dir
Beltane

Bodecea hat gesagt…

Danke euch für die Kommentare!

Emily hat gesagt…

Versucht du jeden Tag von 30-35+ Grad (für Wochen)! Ironischerweise dies auch macht du müde...

Bodecea hat gesagt…

Emily - das glaube ich! Für Urlaub ist es ja ganz nett, aber zum Arbeiten? Ist aber bei jedem verschieden; um die 30 Grad finde ich noch angenehm bei trockener Luft.