16 April 2012

Have a break



Der Frühling legt hin und wieder eine kleine Pause ein, so wie heute. Dunkle Wolken, Wind, kühl, und ich bin froh, heute voraussichtlich nichts zu tun zu haben. Schlecht geschlafen, schlecht geträumt, mal kurz Pause machen von der Manie und anfangen, das aufzuräumen, was so alles liegengeblieben ist. Ich habe die letzten Monate emotional und organisatorisch viel gestemmt, und an manchen Tagen graust es mich dann doch vor all dem, was zukünftig noch zu stemmen ist - zum Beispiel das Freiberuflerdasein inklusive all seines Papierkrams und das Renovieren und Vermieten der Wohnung meiner Mutter. Ich gebe ja zu, bisher habe ich gerade mal den Kühlschrank ausgeräumt, den ersten Sperrmüll angemeldet und das Bett abgezogen - und die beiden letzten Dinge: heute!

Auch sonst ist viel liegengeblieben in der organisatorischen Stresszeit der letzten Monate, auch Kreatives. Habe abgesehen vom Job und Korrespondenz wenig geschrieben, auch wenig gemalt, wenig fotografiert, und mehr wandern könnte ich auch. Gestern sind wir vier Stunden mit einer kleinen Pause gelaufen, und danach taten mir doch die Beine mehr weh, als sie sollten. Und natürlich weiß ich, dass ein paar Dinge in Punkto Mutter, die ich jetzt weggedrückt hatte, irgendwann auch mal wirklich verdaut werden müssen. Ihr Abbau in den letzten zwölf Monaten, vor allem in den letzten drei, ist doch erschreckend. Ich bin die letzten Wochen sehr tough damit umgegangen, aber natürlich bin ich auch nicht aus Holz.

Alles neu macht 2012, und so sind der wilde Ehemann und ich auch noch auf Autosuche, da unser alter Franzose nicht mehr will. Wir stellen natürlich fest, dass die meisten Gebrauchtwagen uns zu teuer oder zu schrottig sind. Oder schneller verkauft werden, als wir uns entscheiden. Oder doch eine Macke haben. Oder...

Nichtsdestotrotz denke ich, wir sind auf dem richtigen Weg. Vor allem genieße ich es sehr, mit meinem wilden Ehemann wieder mehr unternehmen zu können - Freunde besuchen (soweit das nicht jetzt wieder vom neuen Job eingeschränkt wird wegen der Arbeitszeiten, aber man kann nicht alles haben), ungestört Frühstücken, Wandern, Bummeln ... hier etwas, das in der Kleinstadt Weinheim an die Häuserwand gesprayt war. "Häh, falsch?", dachte ich, aber dann habe ich es doch verstanden. Und ihr?



5 Kommentare:

Diana Kennedy hat gesagt…

Hm. Soll vielleicht "all COPS" heissen...Schon blöd wenn man als Sprayer Legastheniker ist ;-)
Lass es langsam angehen. Du hast viel zu verdauen.

Bodecea hat gesagt…

Dachte ich zuerst auch - "all cops are..." ist ja auch ein bekannter Spruch... aber nein! Der Fehler ist Absicht und hängt eng mit der Stadt Weinheim zusammen...

Anonym hat gesagt…

Wer den Herrschaften von den "Corps" schonmal beim Abpumpen ihres Lieblingssaftes zuschauen durfte/musste und dann mitbekommt was davon zwischen Windeck und Wachenburg umgehend in den Odenwald gekübelt wird - der wird diesen Spruch sehr schätzen :-)
Grüße -axs-

Bodecea hat gesagt…

Hallo -axs-,

genau... vom Bierglassplitterwaten mal ganz abgesehen ;-)

Bodecea

Feronia hat gesagt…

Eine Pause ist immer eine gute Sache - Zeit zum Aufladen!