Mache weiter mit ungewohnt viel Kraft und Selbstbewusstsein Nägeln mit Köpfen. Mutter ist seit gestern in einem neuen Heim, wo sie zunächst tagsüber, später eventuell auch auf Dauer in einem beschützten Bereich bleiben kann. Natürlich viel zu machen, zu unterschreiben, zu organisieren. Krankenkassen, Klinik, Heim, Amtsgericht...
Meine neue "Nebenbeschäftigung" läuft dagegen so gut, dass mir das Arbeitsamt jetzt bald (das bisschen) Geld und Krankenversicherung streichen wird, weil ich zu viel verdiene. Aber ich mache mich jetzt beruflich frei - freiberuflich. Bin froh, dass es so etwas wie die Künstlersozialkasse gibt und hoffe, die nehmen mich auf. Antrag ist draußen. Spricht eigentlich nichts dagegen. "Künstlersozialkasse" ist ein Wort, dass meiner Freiheitsliebe ebenso schmeckt wie der Sicherheitsfanatikern in mir - da ist Künstler drin. Und eine solide Sozialversicherung. Natürlich heißt das auch wieder - seitenweise Formulare ausfüllen, das Finanzamt hat mir gleich auch noch einen Stapel dazugeschickt...
Nach frühsommerlichen Temperaturen ist es jetzt eher der Jahreszeit gemäß um die 10 Grad. Damit ich nicht trotzdem heißlaufe, hat mir mein Körper mal wieder sehr subtil eine Psychsoma-Botschaft geschickt. "Du hast den Kopf zu voll!" - und füllte meine Stirnhöhlen. Die Kopfschmerzen zwangen mich ganz schön nieder, sogar einen halben tag ins Bett. Langsam geht es wieder besser, muss auch die nächsten Tage sehr viel tun...
3 Kommentare:
Kenne das auch, dieses "Zwischenreich", wo man nicht genug verdient um wirklich "raus aus dem Schlamasel" zu sein, aber doch bereits zuviel, um alle sozialen Vergünstigen zu bekommen. Mir wurden dieses Jahr die Wohnsteuer und die TV-Gebühren wieder aufgebrummt, weil ich "zu viel" verdiene.
Künstlersozialkasse ist ne gute sache, kann aber auch teuer sein. Wie sieht es denn diesbezüglich aus? Zummindest das französische Pendant, die staatliche Maison des Artistes, reisst mich quartalsmässig ordentlich ab mit Beiträgen - dafür dass es dann am Ende doch nur ne Mikro-Rente gibt...Pf!
Egal, Besser als nix.
Hallo Diana,
die KSK rechnet sich prozentual vom Verdienst, wobei die KSK den Arbeitgeberanteil übernimmt. Wichtig für die teure Krankenkasse! Gut ist halt auch, dass man arbeitslosenversichert ist. An Rente für meine Generation glaube ich eh niht ;-).
Die Kosten gleichen denen, wenn man sich freiwillig krankenversichert (ohne Sozialversicherung), bei 10 000 € im Jahr wären es zum Beispiel 160€ im Monat. Der Mindestbeitrag sind irgendwas um 70 Euro.
Ich hoffe mal, es klappt da mit der Aufnahme. Ohne KV wäre halt doof!!!
Bodecea
Ich halte dir ganz fest die Daumen, dass dich die Kasse nimmt. Es ist echt unglaublich, wie leicht man auch in Deutschland durchs soziale Netz rutschen kann.
Viel Glück auch mit dem neuen Heim, auf dass sich deine Mutter dort wohl fühlen kann und du eine spürbarere Entlastung hast.
Alles Liebe
Alruna
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