Herrin, es ist Zeit, auch wenn der Sommer nicht sehr groß war. Die
Spinnen kommen schon in Nähe des Hauses, eine große Kreuzspinne thront
im Netz am duftenden Rosmarinbusch.
Morgens neblig, dann aber warme, sommerliche Tage, noch einmal tüchtig
schwitzen beim Wandern und abends Grillen in dem Bewusstsein, vielleicht
war es das letzte Mal dieses Jahr. Melancholie. Jeden Herbst ein
bisschen älter, aber auch reifer?
Mich überfällt wieder meine anachronistische Sammelleidenschaft,
Ebereschenmarmelade muss gekocht werden und Apfelmus. Nüssse sammeln.
Manche Streuobstwiesen hier werden gar nicht genutzt, oder es holt ein
Bauer nur ein Mal einen Anhänger voll für die Mosterei, den Rest fressen
Wildtiere und Wespen und die Bodecea.
Apropos Wespen - habe in einem Storlbuch - "Heilkräuter und
Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor" - gelernt, dass das
Brennesselgift eng mit Wespen- und Bienengift verwandt ist. Tatsächlich
bin ich, seit ich in Feld, Wald und Wiese immer wieder durch Brennesseln
laufe und sie auch regelmäßig, vor allem in Frühjahr esse, gegen ihr
Gift viel unempfindlicher geworden, aber auch die letzten zwei
Bienenstiche waren viel weniger heftig als früher. Auch
Stechmückenstiche jucken mich viel weniger, im wahrsten Sinne de Wortes.
Vielleicht immunisiere ich mich ja gegen Insektengift.


1 Kommentar:
Dieses Jahr gibt es extrem viele Wespen bei uns. Damit wir ungestört draußen essen können, stelle ich grade immer ein Schüsselchen mit Gewürznelken auf den Tisch. Das hilft erstaunlich gut.
Das mit den Brennesseln muss ich auch mal beobachten. Ich trinke ganz viel Brennesseltee - ob das auch hilft?
Herbstgrüße von Alruna
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