Die Zeit fliegt und fliegt mir davon im dörflichen Jahreskreis, so, wie auch die Jahreszeit schon viel weiter ist als sonst. Es sieht aus wie tief im Mai, die Bäume schlagen aus, die erste Obstbaumblühwelle von Mirabelle, Kirsche und Schlehe ist langsam vorbei, jetzt kommen die rosigen Apfelbäume, die so typisch sind für den Odenwald und mich immer an Nangilima erinnert. Der Mond nimmt zu und auch meine Aktivität. Ich esse immer noch Brennnesseln.
Es brannten auch wieder die Lärmfeuer. Das ist eine an die historischen Signalketten angelehnte Gaudi, die hier sehr guten Anklang findet, denn Odenwälder (und da zähle ich mich gerne dazu) mögen es, mit Bier und Apfelwein um große Feuer herumzustehen, die auf Bergkuppen brennen. Es ist wie eine heimliche Huldigung an alte Götter.
Mir tut ein gewisses Level an Aktivität und menschlicher Eingebundenheit gut, manchmal ist mir das wieder zu viel. Andererseits amüsiert es mich, berufsbedingt inzwischen von vielen erkannt und gegrüßt zu werden wie ein Mini-Promi. Durch mein auffälliges Äußeres habe ich großen Wiedererkennungswert, und das ist in meinem Job nicht schlecht.
Zu Ostern mache ich mal ein paar Tage halt, habe ich beschlossen, zumindest soweit das geht.
2 Kommentare:
wir haben hier nicht solche Traditionen und das geht mir zuweilen echt ab. Die Lausitz hat ihre katholischen Jahreskreisorgien (Neid! ;) und im Erzgebirge gibts auch noch Reste. Aber hier im Elbland? Nischt. Leider.
Alles Liebe
irka
Klingt wie eine wunderbare Zeit des Jahres!
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