06 Januar 2014

Rauhnachtsträume (zehn, elf. zwölf)

Nun sind sie vorbei, die Rauhnächte. Die Träume haben sich, wohl durch das Aufschreiben, intensiviert. Daher nur ein paar zusammenhängendere Sachen...

Vor zwei Nächsten war ich auf einer Party von meinem Jugendfreund F. Fand das dort ganz scheußlich, er fuhr mit bärchengemusterten Strechlimo vor, sein Vater oder Onkel (in realiter ein schwerreicher Mann) hielt Hof, und devote Dorfhonoratioren eines Nachbarortes standen da als Bittsteller an. Mich machte das wütend. Verwöhnte kleine Gören rannten da rum in Samt und Seide, die so schräge Namen hatten, dass ich sie mir nicht merken konnte. Während F. noch auswählte, welche seiner "It-Girls" ihn bei der Weiterfahrt zur nächsten Party begleiten sollten (es saß da ein ganzes Sofa voll mit jungen, aufgetakelten Damen), gesellte ich mich zu ein paar kleine Metallern und unterhielt mich angeregt über Hardrock. 

Vorletzte Nacht verirrte ich mich bei dem Versuch, eine Abkürzung nach Lindenfels zu finden, im Voralpenland. Ich erkundete ein sehr steiles Bachtal zwischen den hohen Gipfeln, wo es eine Art Tempel gab. Allerlei Gegenstände lagen da herum, unter anderem eine Maske aus grünem Glas, und ich versuchte, zu entscheiden, welche wohl an einen solchen Ort gehören und welche nicht. 

Heute Nacht war ich unter anderem in einem Schloss bei zwei Gräfinnen. Die eine war so etwas wie eine Domina und trug eine Art Maskenhelm,d er an einen Superhelden gemahnte. Sie zeigten mir ihre Männer, sie hatten mehrere, die sie großzügig teilten und auch mir anboten. Ich blickte in den Hof, wo das Orchester der beiden Damen meditierend auf dem Boden saß, einer in der Mitte. Die Gräfinnen erklärten mir, das diene der Konzentration und Ausdauer für lange Konzerte; in Wahrheit aber, fand ich heraus, wollten sie Cthulhu beschwören.

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