26 Oktober 2013

Entspannen und Abgründe

Jaha, ich bin immer noch dabei, so etwas Ähnliches wie Altweiber-Sommer-Halb-Urlaub zu genießen. Wir haben gerade sehr schöne warme Tage, und ich habe mit dem wilden Ehemann viele schöne Spaziergänge machen können. Heute Abend (und morgen und übermorgen und...) bin ich dann mal wieder im Einsatz...

Aber ich träume merkwüdige Sachen, Davon, dass man mir in einem nicht existenten Krankenhaus eine Niere entfernt hat mit der Begründung, sie sei entzündet gewesen. Ich lief herum mit einem Verband in Schulterblatthöhe und wunderte mich, dass ich nichts davon merkte. Dann träumte ich, ich sei der Geist, der über meiner Leiche schwebt...  noch beim Aufwachen grübelte ich, was wohl mit mir Geist passiert, wenn man meinen Körper beerdigt. Schwebe ich dann über dem Grab?

Zwischen zwei solcher Träume hatte ich heute Nacht den Gedanken, dass ich glaube, dass alle Menschen Abgründe in sich haben. Früher war ich sehr scharf drauf, die zu finden, zu benennen und in denen herumzustochern, weil ich irgendwie annahm, am Grund der Abgründe müsse ja etwas besonders Wichtiges, ja, der wahrere Kern der jeweiligen Persönlichkeit liegen. Das denke ich inzwischen nicht mehr. Ich glaube, ein Abgrund ist nicht mehr als das, was es scheint - ein Loch, ein Nichts, eine Lücke. Interessant ist eigentlich eher, wie sich die Menschen diesem Abgrund in sich gegenüber verhalten.

2 Kommentare:

Lavarie - der Seifenblog hat gesagt…

Mich erinnert das daran, dass eine Freundin erzählt hat, dass das eine besonders spannende Samhain-Zeit ist dieses Jahr, weil sie auf Schwarzmond im Skorpion zusteuert.
Das mag jetzt weit hergeholt klingen, aber irgendwie passt das dazu, dass zu dieser Zeit die Innenschau irgendwie besonders aktiv ist (ob bewusst oder nicht) und dass die dunkle Qualität davon dieses Jahr besonders ausgeprägt zu sein scheint.

athena hat gesagt…

Ich denke auch auf unsere Schatten oder Abgründe Treffen wir im Laufe der Lebensreise von ganz allein...