07 Mai 2013

Wochenrückblick

Die letzte Woche war recht intensiv.

Ein netter, wenn auch verregneter Beltaneabend auf einem Open-Air-Konzert, dann ein langes Wochenende. Freitag kamen ein paar "Spirimenschen" zu uns, alte Hexenfreunde und befreundete Frauen hier aus der Gegend, und es war ein schöner Abend in einer neuen Konstellation mit Feuerkorb und Trommeln. Ich finde es immer spannend, ob und wie Menschen harmonieren, die sich nicht kennen.

Samstag haben der wilde Ehemann und ich dann vor allem gelesen, "gechillt" und einen Regenspaziergang gemacht.

Sonntag war dann "Ausflugstag", und wir haben den Odenwald gequert, um die südöstliche Seite zu erforschen. Dort fanden wir Muschelkalk im an den Odenwald angrenzenden Bauland und eine schöne Tropfsteinhöhle. Bei dem Wort "Muschelkalk" muss ich übrigens immer hieran denken:



Davor waren wir in Buchen, wo einem immer ein Arsch entgegengestreckt wird:


Dieser "Buchener Blecker" entstammt einer Sage, wonach die belagerte Stadt einen ihrere Mitbürger mit der letzten Nahrung mästete, damit er den Belagerern spöttisch seinen dicken Hintern zeigen kann. Passenderweise war auch Götz von Berlichingen in Buchen aktiv (ihr wisst schon, ihr könnt mich mal am... Götz von Berlichingen), und vom Fasnachtsfeiern lassen sich die Buchener auch durch nichts abhalten. Mir war das Städtchen sympatisch, nicht zuletzt, da und dort gleich eine Glückskatze begrüßte.

Die Wallfahrtsstadt Walldürn dagegen fand ich in ihrer Sonntagsstarre eher trostlos. Ich habe ja durchaus eine Schwäche für katholisches Brauchtum und Volksfrömmigkeit, mag auch die vielen Wegkreuze und Schreine im "Madonnenländchen". Aber die Wallfahrtskirche wirkte düster, das Bluttuch, um das sich alles dreht, war verschlossen (und laut Wikipedia ist darauf eh nichts mehr zu sehen). Diese Blutzentrierung (samt Blutaltar, überall Devotionalien mit dem Blutbild, es werden Blutmessen gelesen und gibt sogar einen Blut-Feiertag) war für mich doch ein wenig befremdlich. Der ganze Ort lebte jahrhundertelang gut von der Vermarktung seines Wunders. So fühlte es sich da auch an. Alleine um etwas Licht in die düstere Wallfahrtskirche zu bringen, hätte man einen Euro einwerfen müssen. Ohne mich, das Geld haben wir lieber in großzügig belegte vegetarische Döner investiert.


Amorbach dagegen war wieder freundlicher. Wir besuchten die Kirche zum heiligen Gangolf, wo überall stand, dass das nicht, nein wirklich nicht die berühmte Abtskirche sei. Machte nichts, ich fand die Figuren am Altar gut, wo Merkur (oder?!) mit einem Kirchenmann eine flotte Sohle hinzulegen schien. 


Und Spiralen gab es auch.



Gestern dagegen einen sehr langwierige und schmerzhafte Wurzelbehandlung und recht viel Arbeit. C'est la vie...

1 Kommentar:

Diana Kennedy hat gesagt…

In Buchen scheint man ein sehr gutes Verhältnis zum edelsten Körperteil zu haben :-)