08 April 2013

Grünzeug galore

Angeblich soll ja jetzt bald Frühling werden, etwas wärmer ist es auch schon, und langsam kann ich die ersten Kräuter finden. Den frostunempfindlichen Bärlauch schon länger, langsam kommen auch immer mehr junge Brennnesseln, Löwenzahn und verwilderter roter Ampfer aus dem Garten.


Ich mache auch wieder häufiger Kochkäse. Letztens auch mit Bärlauch, ansonsten mit Kümmel. Auch in Brot kann man gut Brennnesseln und Bärlauch einbacken.

Hier: Bärlauchkochkäse mit Brennessel-Bärlauch-Brot.



Kochkäse (ein Odenwälder Lokalgericht) kann jedeR mal selbst machen, ist ganz leicht. Die Rezepte dafür variieren.

Mein Rezept ist:

1kg Magerquark in ein sauberes Tuch geben und über Nacht in einem Sieb mit etwas beschweren, damit die Flüssigkeit austritt.

Den trockenen Quark mit 2 gestrichenen TL Natron und 2 gestrichenen TL Salz bestreuen und gut mit einer Gabel vermengen.

In einer Frischhaltedose bei Raumtemperatur stehen lassen, bis es gelblich-glasig wird (1-2 Tage).

Dann, am besten über einem Wasserbad, rühren, bis es eine zähe gummiartige Masse ist. Butter oder Sahne unterrühren, nach Geschmack auch ein Stück zerkleinerten herzhaften Käse, Kräuter, Kümmel...  (ich hatte den Bärlauch vorher mit der Sahne püriert und dann untergerührt).

Wenn ihr mit Butter und Sahne geizt, ist der Kochkäse recht kalorienarm.

Hält im Kühlschrank eine ganze Weile.

3 Kommentare:

Heike hat gesagt…

Tolle Kombination: Bärlauch mit Kochkäse! Finde ich besser als mit Kümmel. Leider gibt es hier oben nicht ein einziges Blättchen Bärlauch. Und obwohl ich mitten in der Natur wohne, muss ich doch ein ganzes Stückchen laufen, bevor ich an Löwenzahn komme, der von unbehandelten Wiesen bzw. Waldrändern stammt. Hier sind momentan alle Felder und Wiesen voll Gülle oder Stallmist. Zum Heulen! Oder wütend Werden! Je nachdem...
Liebe Grüße und guten Appetit.
Heike.

Bodecea hat gesagt…

Ja, Gülle - da habe ich vor einer Weile einen Fachvortrag zu gehört. Ist ja vernünftig, wenn die Bauern auch die Gülle und den Mist für ihre Felder verwenden, Düngen müssen sie ja eh. Aber ich habe das Gefühl, dass einfach viel zu viel v.a. auf Wiesen gekippt wird nach dem Motto - das Silo ist voll, wohin damit. Im Zuge des Gewässerschutzes ist es ja eigentlich reglementiert, ob sich alle dran halten? Hier gibt es aber einige Wiesen, wo nie Gülle drauf kommt. (Und wenn es lange genug her ist, ist es mir auch egal, ist ja auch nur Kacke ;-)). Und die Brennnesseln kommen aus dem Garten, da muss ich eher mit Reh- und Hasenkötteln aufpassen ;-).

Heike hat gesagt…

Es ist wie immer wohl eher eine Frage des vernünftigen Maßes. Nicht vernünftig ist, wenn es (wie bei uns) zentimeterdick aufgetragen wird und auch die Wanderewege reichlich bekleckert sind. Wenn man teilweise die Wiesen gar nicht mehr erkennen kann. Wenn auch auf gefrorenen Boden gegüllt wird. Wenn man die benutzten Eutertücher noch auf den gemisteten Wiesen en masse vorfindet. Im Spätfrühjahr wird dann nochmals mit Nitratkügelchen nachgedüngt... Gespräche mit den Bauern und der Gemeinde sind leider fruchtlos. Die berühmten WM-Verhältnisse. Das sind die Zeiten im Jahr, wo ich am liebsten den Umzugswagen bestellen möchte... Aber das geht, zum Glück, auch vorbei.