18 Januar 2013

Stachel-Ich

Mal wieder einen Big-5-Persönlichkeitstest gemacht. So was macht mensch ja mal, wenn mensch Psychologie Nebenfach studiert und sich etwas zwanghaft mit sich selbst beschäftigt (hat).


In den letzten 15 Jahren haben sich meine Ergebnisse dabei immer wieder verändert. Mal bin ich eher introvertiert (Deprophasen), mal extravertierter (manische Phasen), zurzeit ist es recht ausgewogen. Offen für Neues und und ein bisschen schlampig war ich schon immer.

Was sich stark verändert hat - ich bin laut Test immer weniger "neurotisch" und immer mehr, mh, unverträglich, unhöflich, undiplomatisch. Ich gehöre zum muffeligsten Viertel der der Stichprobe?! Deckt sich eigentlich nicht mit meinen Beobachtungen. Im Gegenteil, ich lege immer mehr Wert auf Sekundärtugenden wie Höflichkeit und habe nur selten Streit mit meinen Mitmenschen. Mich kümmert es nur immer weniger, was der Rest der Welt da draußen denkt. Und vielleicht bin ich auch ein bisschen ehrlicher zu mir selbst, was meine weniger noblen Gedanken und Motive angeht.

Aber wenn man meine Grenzen überschreitet, das ist schon wahr, werde ich doch recht schnell - stachelig.



2 Kommentare:

Nenya hat gesagt…

Hab den Test auch mal gemacht und das Ergebnis ist ziemlich genau so wie ich mich auch vorher eingeschätzt habe: Gut belastbar, durchschnittlich gesellig und unternehmungslustig, und dabei direkt und wenig diplomatisch. Sorglos, wenig leistungsorientiert sehne mich nicht nach Macht und Einfluss.
Hab das Ergebnis mal abgespeichert und werde es dann irgendwann mal wiederholen und schauen ob sich da was tut.

Heike hat gesagt…

Habe zwar auch Psychologie im Nebenfach gehabt - aber um so Tests mache ich in letzter Zeit lieber einen großen Bogen, weil ich gemerkt habe, dass mich das eher runterzieht als mir gute Hinweise auf meine emotionalen Entwicklungen gibt.
Bin in den letzten Jahren aber auch "stacheliger" geworden. Eine der positiven Auswirkungen der wunderbaren Wechseljahre... Wenn die eigene Energie knapper wird und ich mir die Kräfte einteilen muss, habe ich keine Kraft und Lust mehr, immer lieb zu sein. Da fahre ich dann auch mal gern meine Stacheln aus.