Passend zum 1. Advent überschwallt mich gerade unangenehm die erste mediale und öffentliche Weihnachtsoffensive. Bimmel-Bimmel-Bing-Bing. Mein innerer Alm-Öhi will jetzt definitiv in seine Berghütte. Im Dörfli hier fiel es mir noch nicht so auf, aber ein kurzer Gang durch die nächste Kleinstadt und die einsame Wölfin in mir legt den Kopf in den Nacken und heult los.
Aus Trotz neige ich ja zu den Jubeltagen anderer - vor allem Weihnachten und Fasching - zu Mürrischkeit (das Wort sieht falsch aus, aber es gibt es wirklich). Liegt aber bei beiden Festen auch an der Jahreszeit. Alle schimpfen ja immer auf den ach-so-depressiven November; ich finde Dezember im Durchschnitt viel schlimmer. Auf jeden Fall noch dunkler, und wie jedes Jahr zähle ich Wochen bis zur Wende und darüber hinaus - wie lange noch, bis es besser wird? Bis es nicht schon um 16 Uhr dunkel wird? Dann haben wir auch noch aktuell ein ziemlich feucht-nasses Schnee-Eis-Schneeregen-Regen-Matsch-Wetter. Dann doch lieber Blätterfallen und Rilkestimmung und Ruhe. Aber die Menschen denken ja auch alle immer, Dezember-Schützen seien echt oberprimstens, aber die fieso November-Scorpios, uh-uh. Deckt sich nicht ganz mit meiner Lebenserfahrung.
Wie auch immer. Abgesehen von ein paar Arsch-Hoch-Problemen geht es mir eigentlich gut. Könnte nur langsam Frühling werden...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen