26 September 2012
Dunkle Hälfte
Das Herbstequinox kam und ging, und mit ihm kam die dunkle Hälfte des Jahres. Dunkle Wolken und Sturm am Himmel und in meinem Kopf. Dann hinterfrage ich alles, gehe hinab in meine kleinen Unterwelten und finde mich mal wieder vor den gleichen Fragen und Problemen, die ich im Leben immer wieder mit ein paar Jahren Abstand streife. Fühle mich gerade in einer Zeit, die Arbeitslust, Mut und auch Humor von mir verlangt, dünnhäutig, unfähig, möchte mich zurückziehen und kann nicht. Mir fällt es schwer, mich zu mehr als dem Notwendigsten aufzuraffen, schwer, Entscheidungen zu fällen. Ich weiß, dass äußere Stressoren nie alleine dafür verantwortlich sind, wenn ich mich konfus und hilflos fühle. Ich spüre die (zu?) hohen Ansprüche an mich, meine Arbeit, mein Leben, ich spüre die Angst, Probleme ganz alleine bewältigen zu müssen, die Angst, ignoriert, vergessen zu werden, und ich weiß, dass die Wurzeln dieser Gefühle bis weit in die Kindheit zurückreichen.
Und der Sinn, ach, der Sinn des Ganzen? Und wo sind eigentlich die Götter geblieben?
Das geht erst ein paar Tage so, aber jedes Mal habe ich Angst, doch noch mal tief in den Schlund hineinzufallen, aus dem ich mich schon so oft mühsam herausgehangelt habe.
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2 Kommentare:
Das scheint grad in der Luft zu liegen... *vom Lochrand hängend rüberwink*
Marion
es ist dran, du bist damit nicht allein, ich kämpfe mich auch durch und mit mir fast die Hälfte der Frauen im Kurs... Es wird wieder anders, aber wenn du kannst, dann such die Rückzugsräume, ich atme und räuchere meistens dann, das hilft bei mir wieder zu mir zu kommen...
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