Sehe, wenn ich unterwegs bin, viele Rehe und noch mehr Eichhörnchen. Ich bin etwas beschämt, weil die spirituelle Flaute in letzter Zeit mich auch von (Kraft-)Tieren etwas entfremdet hat wie von allem anderen Magischen auch. Vielleicht haben die äußerern Anforderungen an mich (vulgo: Stressoren) in den letzten Monaten mich etwas zu dickhäutig gemacht. Passendes Symptom - habe keine Tränen.
Aber die Natur bricht sich immer Bahn, siehe oben.
Herbst melancholiert mich an. Ich hadere mal wieder ein wenig mit den aus meinem Leben verschwundenen Menschen. Die, die gestorben sind, die, mit denen man sich verstritten hat und all jene, wo weder das eine noch das andere der Fall ist, die man aber trotzdem nicht mehr erreicht. Das Ganze hat auch damit zu tun, dass ich mit zwei alten Freunden ein Treffen unserer Teenie-Clique plane. Doch viele sind "unerreichbar", selbst wenn ich sie auf Sozialnetzwerken anschreiben kann. Wieso man es völlig vermeiden sollte, Menschen wiederzusehen, denn man mal in Freundschaft nahe stand, oder ihnen auch nur auf eine Mail zu antworten, verstehe ich nicht ganz.
Vielleicht ist es Scham. Davor, was man mal war, oder davor, was man geworden ist. Ging mir zumindest vor ein paar Jahren so, als ein Abiturtreffen war und ich nicht hinwollte, weil ich mir beruflich so erfolglos vorkam. Aber irgendwie habe ich dieses "eigentlich müsstest du voll viel Geld verdienen und was vorweisen können" wohl überwunden.
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