Mal ist es warm, mal kühl, und oft nass. Verbrachte vor einer Woche ein tobendes Gewitter zusammengekauert in einer Tannenschonung, genoß das frische Grün und den Geruch danach.
Am besten gedeiht wohl zurzeit das Unkraut und die Schnecken und bringen meine zaghaften Versuche des Bohnenanbaus in arge Bedrängnis. Die letzte Katze ist nett
zu uns, bringt und Mäuseinnereien und, wenn sie nichts fängt, Gräser
und Blätter.
Blumen blühen, ich sehe dieses Jahr viele Rosen in den Gärten und Fingerhüte im Wald. Das Leben ist süß und giftig und schön. Auch bei uns wuchs eine wilde Rose üppig im Garten, eine nie zuvor gesehen, stark duftende mit sehr kleinen, weißen Blüten.
Denke im Augenblick oft darüber nach, wieso wir eigentlich in unserer Gesellschaft den Tod so intensiv verdrängen. Ich glaube zumindest, dass wir das tun. Denkst du darüber nach, das dir statistisch nur noch 30 oder 50, vielleicht 60 Jahre bleiben? Und du auch morgen - jetzt - sterben kannst?
Der Tod kann - könnte - doch auch ein ganz großer Motivator sein, das Richtige zu tun, notfalls gegen den Strom zu schwimmen, jeden Tag im Leben zu nutzen und zu genießen. Würden wir ewig leben, wozu sollten wir dann irgendetwas wichtiges heute tun. Es wäre ja immer unendlich viel Zeit.
Ansonsten: Ich arbeite ziemlich viel, was vor allem bedeutet, sehr viel Livemusik anzuhören. Ich freue mich auf den geplanten Urlaub in Istrien. Und ich habe beschlossen, bei Facebook nichts mehr zu schreiben und nur wenig zu lesen, da mir das meiste dort zu banal und die Diskussionen zu anstrengend sind.
7 Kommentare:
ich vermute, dass es für Menschen einen Auslöser braucht, um sich wirklich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen. Ich habe Bange vorm Sterben (zuviele Menschen an Maschinen gesehen, zuviel Lebensverlängerung medizinischer Weise), vorm Tod nicht. es ist ein hochemotionales Thema, weil immer auch die Frage nach der Zeit vorm Ende dran hängt und wer will sich schon ausmalen, in welchem Heim er oder sie allein ist...
deine Entscheidung mit FB kann ich verstehen. Ist halt wirklich viel schnell ohne viel Tiefgang (dafür schätze ich Listen, ob vollmondig oder nicht) und Foren mehr.
Liebe Grüße
irka
Ich beschäftige mich desöfteren mit dem Thema Tod, meine Mutter macht das auch "gerne". Dann krieg ich aber immer die Krise, denn ein Leben ohne sie kann oder will ich mir für die nächsten 30 Jahre noch nicht vorstellen.
Ich denke sehr oft bei Sachen, warum schlage ich mich jetzt damit rum, oder mach doch lieber das, das ist doch viel besser.
Als wir vor einem Jahr geheiratet haben, haben wir uns auch gesagt wir machen uns jeder eine Kiste mit Sachen die der andere im Falle des Todes des anderen dann öffnen darf, ist leider bis heute nicht realisiert worden....
Mich machen diese Gedanken oft umtriebig, das ist dann auch nicht sooo toll, ich genieße halt lieber das Jetzt und das ist mit solchen Zukunftsgedanken immer etwas getrübt.
Bei Facebook habe ich grad voll Spaß, ich hab da jetzt regen Kontakt mit ein paar Verwandten die im Ausland leben und das macht voll Spaß. Bin aber auch grad mal 2 oder sinds schon 3 Monate dabei, das wird sich sicher auch wieder geben, denke ich.
Grüße
Nenya
Hm, ich sinniere oft über den Tod nach, aber es hatte noch nie einen Einfluss darauf, ob und wie ich meine restliche Zeit nutze. Wenn ich etwas machen will, das mir wichtig ist, tue ich es, egal ob ich nun noch 100 odfer 1 jahr lebe. Und wenn nicht, lasse ich es halt bleiben. Irgendwie entgeht mir der Sinn der ganzen Carpe Diem - memento Mori Chose.
FB ist irgendwie zu unpersönlich. Zu "flach". hab mir wieder einen blog zugelegt :)
Hallo Bodecea,
ja ich denke sehr oft darüber nach, was wäre wenn ich morgen tot umfallen. Was wäre dann mit meinen Kindern und das war auch mit ein Grund für Entscheidung die ich in Bezug auf meinen ältesten Sohn getroffen habe. Auch denke ich häufig darüber nach, dass mein Vater mit 66 Jahren starb und ich, wenn die Kleine zwanzig ist, schon 62 bin.Früher dachte ich immer, wenn die Kinder groß sind ( das wäre heute), dann mache ich ..
In letzter Zeit denke ich mir läuft die Zeit davon, für all das was ich noch machen will und ich mal langsam in die Pötte kommen sollte, um es jetzt anzufangen.
Oh ja, die Rosen gedeihen derzeit prächtig, aber die Ringelblumen werden dieses Jahr nicht richtig hoch.
Ich versuche seit geraumer Zeit so intensiv zu leben, als ob jeder Tag der letzte sein könnte. Es gibt kein gutes Geschirr mehr für Besuch oder sonntags, keinen besonders edlen Tropfen für einen besonderen Tag, das wird jetzt alles sofort benutzt und genossen. Über meinen Tod denke ich schon öfter nach, aber den Gedanken verdränge ich dagegen bei meinen Liebsten. Da mag ich nicht drüber nachdenken.
Bei FB kann ich nicht mitreden, da war ich noch nie, das interessiert mich nicht.
Liebe Grüße
Alruna
Ja, ich stimme, Facebook ist außerordentlich banal!
Der Tod ist ein Teil des Lebens und wie wir älter werden, wird dies deutlicher. Cousin meines Mannes starb bei einem Verkehrsunfall vor einigen Wochen - ein Minute wir sind hier, wir die nächste gegangen werden können.
Ich mag The Sundays Lyrik: "Just give me an easy life and a peaceful death" :)
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