23 Mai 2012

Rote Wolken und wilde Schweine

Tagsüber vermisse ich meine Katzen. In den Nächten, wenn mich nicht gerade die verbliebene Katze wachmaunzt, finde ich sie wieder, um sie dann am Morgen wieder zu vermissen.


Vorletzte Nacht erwachte ich, als langsam der Morgen dämmerte. Ich sah, dass der Himmel voller roter Wolken war, und beschloss spontan, spazieren zu gehen. Die Wolken waren gigantisch, mehr wie galaktische Nebel, und der Himmel weltallschwarz. Der Mond, auch er riesig, hing zwischen den Wolken und drehte sich. Mir wurde bewusst, dass man mir bisher im Leben immer Unsinn  erzählt hatte; wenn der Mond am Himmel nur halb voll ist, dann nicht wegen dem Winkel zur Sonne, sondern weil er dann einfach nur halb da ist.



In der wachen Welt gestern durch den Wald gelaufen und die Götter um Zeichen und Hilfe gebeten für meine Katzen. Da brach ein Rudel nicht mehr ganz kleine Frischlinge wenige Meter vor mir aus dem Wald, umrundete mich einmal mit wenigen Metern Abstand und verschwand. Die Muttersau sah ich nicht.

Ich fand das faszinierend (und natürlich auch ein bisschen aufregend), denn die scheuen Schweine hier bekommt man tagsüber selten von nahmen zu Gesicht. Das letzte Mal ist Jahre her.

Aber was bedeuten viele kleine Wildschweine?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Bodecea,

ich träume auch noch sehr intensiv von meinem Hund, cen wir im Januar einschläfern lassen mussten. Aber wenigstens weiß ich, was mit ihm geschehen ist und dass er einen "guten" Tod im Beisein seiner Leute hatte. Diese Ungewissheit würde mich auch verrückt machen.
Hoffe noch immer, dass deine Katzen nur auf Urlaub sind. Die Katze einer Nachbarin war auch über 4 Wochen verschwunden und blieb es trotz großem Suchaufwand. Eines Tages saß sie dann plötzlich wieder vor der Tür. Etwas abgemagert, aber ansonsten gesund und munter. Vielleicht haben Odenwald-Katzen diesen Wandertrieb in sich?
Heike