Ich erinnere mich, dass ich vor vielen Jahren schon mal versucht habe, Kochkäs zu produzieren, allerdings mit wenig Erfolg - wobei ich mich nicht mal mehr an das Ergebnis erinnern kann. Der diesjährige Versuch war jetzt befriedigend, auch wenn die Konsistenz etwas schmieriger hätte werden können - eventuelle NachköchInnen mögen es mit mehr Sahne und/oder fettigerem Quark und/oder etwas Butter hinein probieren.
Es gibt sehr viele Kochkäsrezepte im Netz, viele beinhalten viel Butter, das muss aber gar nicht sein. Meins stammt in den Grundzügen aus einer Sendung im hessischen Rundfunk.
Für eine große Portion verwendete ich:
500g Magerquark
250g Quark 40% Fett
In ein sauberes Küchentuch geben, dies in ein Sieb mit Topf darunter; dann den Quarkbeutel über Nacht mit einem Gewicht (z.B. großes Gurkenglas mit Inhalt!) beschweren, damit er "Wasser lässt".
Den trockenen Quark am nächsten Tag mit 1,5 TL Natron und 1,5 TL Salz gut vermengen und in Tupperdose verschließen. Warten, bis der Quark gelblich-glasig wird (bei mir waren es ca. 12 Stunden). Dann die Masse auf einem Wasserbad langsam erhitzen, dabei kräftig rühren. Wenn es eine einheitliche Schmiere wird, ist das ganze schon fertig, dann vom heißen Wasser nehmen.
Zugegeben habe ich dann aber noch:
Etwas flüssige Schlagsahne
ca. 50g geruchsintensiven Käse (Münsterländer)
und es untergerührt, bis es eine homogene Masse warwurde
Abkühlen lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren.
Wie gesagt, ist etwas zu fest, aber sehr lecker geworden. Traditionell isst man Kochkäs mit Bauernbrot, Kümmel und "Musik". "Musik" sind eingelegte Zwiebelringe.
Und natürlich trinkt man dazu Apfelwein.
2 Kommentare:
Hallo Rote,
Kochkäs ist aber nicht das Gleiche wie Handkäs, oder?? Ich kenn nämlich bis jetzt nur Handkäs "mit Musik"...
Liebe Grüße,
phoeni
Huhu Phoeni,
nein, Kochkäs ist bei Zimmertemparatur weich, eher wie Schmelzkäse.
Bodecea
Kommentar veröffentlichen