Ach, ich möchte gerade gar nicht so viel schreiben. Meine pflegebedingte buddhistische Gelassenheit wird gerade etwas ausgereizt mit einer Mutter, die ich in eine Psychiatrie habe einweisen lassen müssen, weil sie im Heim zunehmend ausflippte.
Komisch, in der Nacht, als es besonders schlimm war, bin ich zwei Mal aufgewacht, weil ich dachte, ich höre sie rufen.
Ich hoffe, dass ihr Medikamente so weit helfen können, dass sie irgendwann wieder ins Heim einziehen kann. Sie hat ja da sogar so was wie einen Verehrer...
Was mich wirklich nervt, sind jene, die mich gar nicht kennen, meine Mutter nicht kennen, das Heim nicht kennen, die Psychiatrie nicht kennen, die Umstände nicht genau kennen und dann loslegen - Wahah, das hätte das Heim aber hinkriegen und das müsste ohne Medikamente und Psychiatrie geht prinzipiell nicht etc. Also verkneift es euch, wenn ihr in der Richtung was los werden wollt, oder ich zwinge euch zu drei Wochen Muttersitting!
2 Kommentare:
Du hast das ganz richtig gemacht! Laß' Dir bloß nix erzählen von irgendwelchen Deppen!
Psychiatrie klingt für viele Laien bedrohlich, ist es aber nicht. Die Medikamente sind längst nicht mehr solche Hämmer wie anno dunnemals, und es geht hier ja darum, ihr die Angst und Unruhe zu nehmen, die ihr Körper selbst nicht mehr regulieren kann. Die kriegen das ganz bestimmt hin!
Liebe Karan,
ja, das denke ich auch. Da hat sich unheimlich was getan. Die Zeiten, wo viele in der Psychiatrie völlig "zugedröhnt" durch die Gegend wanken, scheinen vorbei zu sein. Auch meine Mutter bekommt erst mal nix "Beruhigendes", sondern spezielle Medis gegen Alzheimer und innere Unruhe, die aber nicht/kaum "dämpfen".
Bodecea
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