Die Rauhnächte sind vorbei, durch Feiertage und nun Joblosigkeit hat
alles einen unbestimmten Rhythmus. Viel Regen... wäre alles das Schnee,
wir würden bis unter das Kinn drin versinken. Nur manchmal - siehe
Bilder - ein paar trockene Stunden zum Wandern, ein paar Sonnenstrahlen.
Möchte mich gerne weiter treiben lassen, aber das Jahr fängt an, mich zu
fordern; ein Heimplatz für meine Mutter wird wohl schon in ein paar
Wochen frei. Natürlich folgt ein Gedanken- und Emotionskarusell -
Ob es wohl klappt ich bin eine schlechte Tochter schiebe sie ab sie wird
mich hassen ob das Geld reicht und wenn sie da wegläuft ich brauch bald
einen guten Job mehr Geld ich bin so müde ich könnte dann ihre Wohnung
später vermieten muss aber vorher renovieren und der Mieter müsste die
Katzen akzeptieren aber wenn sie sich da im Heim nicht wohl fühlt
hoffentlich braucht es keine medikamentöse Beruhigung oh je noch so viel
zu klären mit der Kasse muss ihr auch noch ein paar Sachen kaufen ich
möchte so gerne ausruhen -
wie wird mein Leben wohl sein wenn es weniger durch die Pflege bestimmt
wird?


5 Kommentare:
I hope all works out soon, Bodecea. Thinking of you.
Liebe Bodecea, ich denke auch an dich. Dieser Schritt ist bestimmt nicht einfach. Letztenendes kann man einfach nur sehen wie es wird, und dann von dort aus weitersehen und -gehen. Go with the flow. Alles wandelt sich.
Drücker, Phoeni
liebe bodecea . ich denk an dich . die sammlerin
Du bist keine schlechte Tochter, im Gegenteil! Das wärst Du, wenn Du allein wegen Deines Gefühls, nur so eine "gute" Tochter sein zu können, eine Situation beließest, die letztlich alle überfordert. Pflege ist nie ein Ein-Frau-oder-Mann-Job, und bei Demenz braucht's eigentlich ein Dorf oder zumindest eine große Sippe. In jedem Fall ab einem gewissen Stadium Spezialisten. Damit Du Dich wieder dem widmen kannst, was DEINE Aufgabe ist: Tochter sein.
Viel Kraft!
Was nützt es deiner Mutter, wenn du freidrehst, keine Kraft mehr hast und untergehst? Nischt!
Ich halte es da biblisch (ja, das kommt heute mal von mir): Liebe deine Nächste wie dich selbst - Umkehrschluss: nur wenn du dich selber liebst (oder an dich denkst oder für dich sorgst, what ever), kannst du das den anderen angedeihen lassen - was die Horde ehrenamtlicher Frauen in Kirchenkreisen gerne übersieht (ich hör schon auf).
Klar wird sie Frust bei dir ablassen, das macht meine Großmutter bei uns allen: klagen, weinen, schimpfen - wenn der Zivi reinkommt, ist sie eine charmante junge Dame mit Witz.
Ich wünsche dir Kraft und genügend Egoismus, das durchzuziehen. Es wird gut!!! (und die Gefühle dazu gehören dazu. Und Pflege schafft man nicht allein und nicht ohne ein Pflegezimmer mit den nötigen Ein- und Umbauten...)
irka
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