Ich empfinde schon stark die Qualität der Rauhnächte, die bald beginnen.
Zeit, Dinge endgültig zu verabschieden und Neues zu begrüßen. Vieles,
was seit Monaten langsam am Wegsterben war, wird jetzt bei mir zu Grabe
getragen und ich habe - wahrscheinlich bald - viel Platz für Neues. Die
endgültige Entscheidung über die Heimunterbringung meiner Mutter - nicht
ob, sondern welches - werde ich in den Rauhnächten treffen, noch mal
nachdenken, Verträge angucken, mit dem wilden Ehemann beraten.
Beruflich weiß ich jetzt langsam, was ich will - nicht weniger als eine
neue Arbeit, die mir Spaß macht, gut entlohnt wird und mir dennoch viel
Freizeit lässt. Ich habe weder Lust auf 60h-Woche noch auf kreative
Armut oder viel zu viel Kompromisse für einen Job, gegen den ich
Widerwillen empfinde. Ich habe die letzten Jahre sparsam gewirtschaftet,
so dass ich ein Polster habe, um nicht sofort jeden Scheiß machen zu müssen.
Obwohl alles nicht ganz unkompliziert ist, bin ich halbwegs entspannt,
auch wacher und mutiger als die Wochen vorher. Ich habe es langsam satt,
Angst vor allem Neuen zu haben, sozialphobisch und pessimistisch zu
sein. Ich will mich auf Chancen und Abwechslung freuen. Ich will mich
nicht mehr unnötig herunterziehen lassen von Umständen, die ich weder
verursacht habe noch ändern kann. Ich will leben - jetzt.
Hoffen wir, der Schwung wächst noch und trägt mich gut ins neues Jahr.
2 Kommentare:
Das hört sich super an! Mögen sich deine Wünsche erfüllen :)
knuddles
zaubi
Liebe Bodecea,
mögen Deine Wünsche in Erfüllung gehen.
Liebe Grüße
die Sammlerin
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