Ein Eichhörnchen.
Dem Feuer, das jetzt wieder regelmäßig entzündet wird, opfere ich einen der Sommer-Sonnwend-Kräuterbuschen.
Fühle mich diffus vergrippt, schwach und fiebrig, ohne eindeutige
Krankheitssymptome zu haben. Ich mag einen solchen Zustand nicht sehr,
lieber bin ich richtig fit - neidisch schaue ich nach draußen in den
schnellen Wechsel aus schwarzen Wolken und gleißender Sonne und wünsche
mir, durch Feld und Wiese zu stapfen - oder aber eindeutig genug krank,
um guten Gewissens den ganzen Tag das Sofa zu besetzen und alle Aufgaben
zu delegieren. So aber habe ich heute nichts getan - außer Mutter
bekochen und unter die Dusche scheuchen, einkaufen gehen im
Familienverbund, Küche putzen, Mittag kochen, Bettzeug waschen und
Betten frisch beziehen und einen Kuchen backen. Nun aber doch - Sofa,
und der inzwischen seltene Genuss eines kleinen Gläschen mittelguten
Scotch.
Anbei ein Bild eines Eichhörnchens. Sie geckern gerne in unserer Eiche
herum, neugierig beobachtet von den Katern. Ich mag sie, geckere sie an
- eine meiner immer stärker werdenden Macken. Ich rede gerne mit Tieren,
quatsche alle Katzen an, viele Hunde, Eichhörnchen, Amseln und begrüße
die schönen, sanftäugigen Kühe auf den Weiden mit einer kleinen
Verbeugung und "Namaste".
Gestern habe ich beim Spazierengehen ein totes Eichhörnchen gefunden; es
lag auf der Straße, ein wenig Gedärm hing aus dem Bauch heraus . Ich zog
es vorsichtig vom Asphalt, es war noch warm, damit es nicht von
nachfolgenden Autos platt gefahren würde. Ich mag keine Sentimentalität
- heißt es nicht, so etwas ist das Gegenteil von echtem Gefühl? -. und
trotzdem tat mir das Tierchen über Gebühr Leid.

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