09 August 2011

Freund und Heiler

Nicht so ganz leicht, wenn einem sozial akzeptierter Weise als Pflegerin vieles zu viel wird und/oder die üblichen periodischen endogenen Macken dazukommen, die Balance zu finden zwischen sich-nicht-auch-noch-unter-Druck-setzen und sich-gehen-lassen. Auf jeden Fall merkte ich, dass ich Johanniskraut "zum inneren Ausgleich"gebrauchen kann, als ich es kaufen wollte und erst auf dem Heimweg merkte, dass ich statt dessen Baldrian aus der Drogerie mitgenommen hatte.

Immer hilft und heilt der Wald. Herbststürme (seufz!) fegen über das Land, die Wiesen leuchten grün, wenn die Sonne kurz zwischen den schwarzen, schnell ziehenden Wolken hervorschaut, dann wieder Regen. Leider den Foto vergessen!

Im Wald kann man aber auch bei stärksten Schauern laufen, ohne klitschnass zu werden. Geruch von Moos, hinauf laufen in die Wolken zwischen den hohen Buchen, denen die Rune Naudiz zugeordnet ist, die Not und der Nothelfer. Sollte wohl mal meine eigenen Runenerkunden wiederlesen.

Einen jungen pfeffrigen Pfifferling essen. Die Schmerzen in den Waden beim zu zügigen Hinaufstapfen willkommen heißen. Ich bete zu Odin und lasse mir den Regen ins Gesicht fallen, lecke Wasser von den Buchenblättern und spüre, wie mich wieder Kraft erfüllt. Wenn ich es nur schaffe, denke ich, meinen Frust mal in Geschichten, Gedichte zu kanalisieren.

Es ist plötzlich dunkel geworden, sehe kaum noch die Tasten. Draußen donnert es.

2 Kommentare:

Feronia hat gesagt…

Klingt wunderbar!

Bodecea hat gesagt…

Depressiv durch den Regen laufen klingt wunderbar? ;-)