Im Zuge meines Projektes "besser leben mit weniger Sorgen" habe ich den hehren Beschluss gefasst, mit einer lieben Angewohnheit zu brechen, mit der ich viele viele Stunden meines Lebens verbracht habe, früher mehr als heute - zu grübeln, was in Leuten - in Bezug auf mich - vorgeht. Warum hat sich X nicht gemeldet? Warum hat Y nicht zurückgerufen? Z war so kurz angebunden. A und B haben sich so einen merkwürdigen Blick zugeworfen, als ich das gesagt habe. C wirkte enttäuscht, D unzufrieden.
Oft stellte sich heraus, dass alle Sorgen unnötig waren, oder ich habe nie erfahren, was wirklich los war.
Vielleicht liegt es daran, dass ich viel Zeit mit einer Demenzkranken verbringe, die sehr direkt sagt, was ihr nicht passt, aber - mir ist jetzt mit 37 aufgegangen, dass erwachsene Menschen um mich rum in der Lage sind, zu kommunizieren, und ich daher erwarten kann, dass sie mir sagen, wenn sie ein klärungsbedürftiges Anliegen mit mir haben. Und vice versa - solange ich nichts sage, gehe man bitte davon aus, dass es von meiner Seite keine Probleme gibt.
Ich hoffe, diese weise Erkenntnis bewährt sich in der Realität :-)
2 Kommentare:
Schön gesagt, vor allem die letzten Zeilen!
Das sollte ich mir auch öfter vor Augen halten.
Danke :)
Liebe Grüße und noch schöne Feiertage!
I am guilty of this too and try so hard not to think this way! As my partner always says...you're not a mind-reader. Who knows what other people are thinking?
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