Und Abends den Kitschausblick auf weiße Pferde im Sonnenuntergang genießen.
Habe bei der letzten Wanderung am Sonntag viel über Glück nachgedacht (vielleicht, weil Radfahrer, die bergauf strampeln, immer so unglücklich aussehen...) über das ganze Gerede von Glück, Glück als Schulfach, Glücksratgeber, und die ganzen Versuche von uns Menschen, uns des Glücks zu versichern, uns zum Glück versichern, indem wir das Richtige essen, trinke sagen, tun, arbeiten, um reich, gesund und mit einem schönen Familienleben gesegnet zu sein (und was man so gemeinhin unter Glück versteht). Und vielleicht ist es dieses Rennen nach dem vermeintlichen und (zweifelnde) Klammern am vorhandenen Glück, das uns erst unglücklich macht.
Klar will niemand leiden (und doch müssen wir es alle), und niemand soll leiden, und es ist gut, dass es professionelle Behandlungen für Depressionen gibt, aber ist es andererseits nicht auch normal, dass man zwischen besseren und schlechteren Phasen hin und her schwingt und schaut, die Sahnehäubchen aufzuschlecken, die sich mal öfter, mal seltener am Wegesrand auftun, statt panisch nach dem perfekten Stück Weg zu suchen, wo man dann stehen bleiben und ewig glücklich vermoosen kann.
Ach, was weiß ich; glücklich machen mich zurzeit vor allem zwei gesunde Beine und (fast) gesunde Füße, mit denen ich stundenlang durch die Wälder latschen kann, bis die ausgeschütteten Endorphine machen, das ich grinsend mit dem Kopf wackle und mich freue, ich zu sein.
Bald ist Mabon. Zeit für Dankbarkeit und ein leichtes Herz.
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