So ganz möchte ich es nicht wahrhaben, habe ich doch sogar Anfang Juni noch den Ofen nachts anwerfen müssen, um nicht zu frieren; und dann soll es zwei Monate später schon die ersten Herbsttöne im Sommerkonzert geben?
Aber es hilft alles nichts, und jedes Jahr ist es ein bisschen so, wie eine alte Liebe wiedertreffen; traurig, weil es einen daran erinnert, dass alles vorbei geht, aber auch schön,weil man wiederentdeckt, was man so sehr schätzte.
Noch werden und warme und heiße Tage bevorstehen, heute Abend werden wir grillen, beim langen Morgenspaziergang eben wurde mir auch schnell warm - aber die ersten, frühen Äpfel sind schon reif, und süße Brombeeren funkeln schwarz in den Hecken; noch hat die Sonne genug Kraft, schnell den Tau aus den kühlen Nächten von den Wiesen aufzulecken, aber schon recken überall Pilze ihre Köpfe aus dem Waldboden.
Ich fürchte mich ein wenig vor der dunklen Zeit, den ewigen kalten Dezembernächten, die jeden Tag näher rücken, und doch spüre ich, dass jetzt wie jedes Jahr meine Schwingung mit der der Natur um mich herum in Einklang kommt, wie in mir wieder Töne, Worte entstehen, alles zurückkommt, was ich verloren glaubte, eine Melodie entsteht, die ich sehr liebe, auch wenn sie in Moll komponiert wurde.
1 Kommentar:
Geht mir ebenso, der Herbst schleicht sich langsam an. (Wobei der Sommer zwar heiß, aber halt leider viel zu kurz war). Die Äpfel in Nachbars Garten fallen mit hörbarem Pflopp zu Boden, und auch wenns tagsüber nochmal terrassenwarm wird, ist der Morgen schon kühl...
Immerhin ein Trost: mit dem Herbst kommt auch der Zwetschgendatschi :)
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