Jetzt ist Erntezeit, und dankenswerterweise auch noch wunderschönes Altweibersommerwetter hier im Odenwald. Meine bipolaren Tendenzen freuen sich und hüpfen Richtung Hoch, und ich genieße das, auch wenn es mir manchmal ein Hildegard-von-Bingensches-Migräneauragewitter mitbringt.
Ich mag diese Jahreszeit mehr als den Hochsommer, und sie versöhnt mich damit, dass der Winter näher rückt. Schon kommen die großen Spinnen ins Haus, die Bucheckern knirschen unter den Füßen beim Waldspaziergang - es wird ein kalter Winter...
Ich liebe den Nebel am Morgen, die angenehm kühlen Nächte, die apfelsüßen Tage; die vielen Früchte und Gemüsearten, die man jetzt frisch und günstig erwerben und essen kann. Meine prähistorischen Sammlertriebe erwachen; ich streife durch die Wälder, sammel Pilze, Nüsse, Maronen.
Für mich ist die Zeit zwischen Mabon und Samhain auch eine Zeit, um die letzte Saison zu rekapitulieren; was habe ich da geerntet, was erreicht? Ich schaue zurück, und ich sehe, wie ich stärker geworden bin, mutiger, schlanker, und sogar ein bisschen "reicher" innerhalb meiner bescheidenen Maßstäbe.
Ich habe keine Angst mehr, zu telefonieren.
Und endlich habe ich mal wieder Urlaub gemacht, richtigen Urlaub. Und wir haben es geschafft, uns Hilfe für meine Mutter zu besorgen, und wenn nichts schief geht, sollte ich auch bald krankenversicherungstechnisch (einer der großen hässlichen ständigen Ausgaben, an denen ich nicht sparen kann) günstiger davon kommen.
Und ich habe endlich eine eigene dicke fette weiche Katze.
Natürlich - nicht alles ist perfekt. Am Haus müsste hier und da was gemacht werden. Meine Mutter wird immer tüddeliger. Wir verdienen nicht genug für größere Rücklagen. Ich investiere etwas zu viel Energie in meinen Job.
und - ich habe nicht genug geschrieben... aber es ist dieses Jahr, so scheint es mir, eine Zeit des Sammelns und Knüpfens gewesen - Erfahrungen sammeln, neue Anteile von mir entdecken, Netzwerke knüpfen. Die Zeit, um das zu verdauen und aufs Papier zu bringen, kommt noch.
Meine Spiritualität ist erdiger geworden, gelassener.
Erst vor ein paar Monaten habe ich für mich beschlossen, nicht mehr krampfhaft heiter und gelassen zu sein, und seitdem gelingt es mir viel besser, und die dunklen Wellen von Angst und Depression in meinem leben sind oft nur noch Wolken am Himmel, nichts weiter.
Ich danke euch, Götter, Göttinnen, gute Geister, für dieses Jahr, für diese Ernte.
Darauf stoße ich an!
Ich mag diese Jahreszeit mehr als den Hochsommer, und sie versöhnt mich damit, dass der Winter näher rückt. Schon kommen die großen Spinnen ins Haus, die Bucheckern knirschen unter den Füßen beim Waldspaziergang - es wird ein kalter Winter...
Ich liebe den Nebel am Morgen, die angenehm kühlen Nächte, die apfelsüßen Tage; die vielen Früchte und Gemüsearten, die man jetzt frisch und günstig erwerben und essen kann. Meine prähistorischen Sammlertriebe erwachen; ich streife durch die Wälder, sammel Pilze, Nüsse, Maronen.
Für mich ist die Zeit zwischen Mabon und Samhain auch eine Zeit, um die letzte Saison zu rekapitulieren; was habe ich da geerntet, was erreicht? Ich schaue zurück, und ich sehe, wie ich stärker geworden bin, mutiger, schlanker, und sogar ein bisschen "reicher" innerhalb meiner bescheidenen Maßstäbe.
Ich habe keine Angst mehr, zu telefonieren.
Und endlich habe ich mal wieder Urlaub gemacht, richtigen Urlaub. Und wir haben es geschafft, uns Hilfe für meine Mutter zu besorgen, und wenn nichts schief geht, sollte ich auch bald krankenversicherungstechnisch (einer der großen hässlichen ständigen Ausgaben, an denen ich nicht sparen kann) günstiger davon kommen.
Und ich habe endlich eine eigene dicke fette weiche Katze.
Natürlich - nicht alles ist perfekt. Am Haus müsste hier und da was gemacht werden. Meine Mutter wird immer tüddeliger. Wir verdienen nicht genug für größere Rücklagen. Ich investiere etwas zu viel Energie in meinen Job.
und - ich habe nicht genug geschrieben... aber es ist dieses Jahr, so scheint es mir, eine Zeit des Sammelns und Knüpfens gewesen - Erfahrungen sammeln, neue Anteile von mir entdecken, Netzwerke knüpfen. Die Zeit, um das zu verdauen und aufs Papier zu bringen, kommt noch.
Meine Spiritualität ist erdiger geworden, gelassener.
Erst vor ein paar Monaten habe ich für mich beschlossen, nicht mehr krampfhaft heiter und gelassen zu sein, und seitdem gelingt es mir viel besser, und die dunklen Wellen von Angst und Depression in meinem leben sind oft nur noch Wolken am Himmel, nichts weiter.
Ich danke euch, Götter, Göttinnen, gute Geister, für dieses Jahr, für diese Ernte.
Darauf stoße ich an!


5 Kommentare:
Schön zu hören dass der erste Rückblick auf dieses Jahr, welchr sich in der Tat zu dieser Jahreszeit einstellt, positiv ist. Die Fotos sind ganz wunderbar!
Ja dann mal Prost!
Und ne nette Y-Ton Gddin haste da :o)
Merry Mabon wünscht euch Solitaire
Doch, wirklich schön geschrieben, der Rest wird auch noch klappen, warte mal ab ;))
Erinnere dich an unsere Samhainfeier, da hätte ich nie gedacht, was sich da noch alles daraus entwickelt. Manchmal muss man lernen, langsamer und bedächtiger zu gehen und auch mal andere einen Schritt machen zu lassen.
BB,
Solitaire
Frohe Erntezeit, Bodecea! Schön geschrieben Blogeintrag :)
Ich finde, es klingt gut und rund, was Du schreibst. Und finde Deine Göttin super.
Liebe Grüße
Selket
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